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Gewaltprävention durch Sport

Sport kann Gesellschaften positiv beeinflussen. Über Chancen und Grenzen.

Zum Autoren

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Prof. Dr. Gunter A. Pilz

  • Geboren am 5. Dezember 1944
  • Akademischer Oberrat i. R.
  • Honorarprofessor an der Hochschule Hannover
  • Fachlicher Berater der KoFaS gGmbH
  • Beauftragter des DFB für gesellschaftliche Verantwortung

Vorsitzender

  • der Arbeitsgruppe Fair Play/Gewaltprävention des DFB, 
  • der AG Qualitätssicherung der Fan-­Projekte nach dem Nationalen Konzept Sport und Sicherheit, 
  • des Netzwerks „Sport und Politik verein(t) gegen Rechtsextremismus“ und
  • der Arbeitsgruppe „Projekte“ der Daniel-­Nivel-Stiftung der FIFA 

Auszeichnungen

  • Ethik-Preis des Deutschen Olympischen Sportbundes für herausragende Verdienste in den Bereichen Fair Play und Gewaltprävention sowie aufgrund langjährigen Engagements gegen Rechtsextremismus (2012)
  • Goldene Ehrenspange des Niedersächsischen Fußball-Verbandes für „hervorragende Verdienste um die Förderung des Fußballsports und in Anerkennung unermüdlichen Eintretens für seine Ziele“ (2012)
  • Silberne Ehrennadel des Deutschen Fußball-Bundes in Würdigung seiner Verdienste um den deutschen Fußballsport (2017)

Vonseiten der Politik, der Pädagogik, der Kriminologie und der Sportorganisationen wird der Sport geradezu als Königsweg in der Gewaltprävention gepriesen. In der sozialen Arbeit, in der Präventions- wie in der Jugendarbeit gewinnen sport-, körper- und bewegungsbezogene Konzepte zunehmend an Bedeutung. Die Palette reicht von traditionellen sportartspezifischen Angeboten über den Abenteuer- und Kampfsport bis hin zu differenzierten körper- und bewegungsbezogenen Konzepten. Doch da gibt es auch kritische Stimmen: Schnack und Neutzling (1991) kommen in ihrem beeindruckenden Buch „Kleine Helden in Not“ zu dem Schluss:

Wie ist es also bestellt um die sozialen Potenziale des Sports? Wie und unter welchen Bedingungen kann Sport gewaltpräventiv wirken? Um die Möglichkeiten des Sports für die Gewaltprävention richtig einschätzen zu können, bedarf es einer kritischen Reflexion seiner sozialen Potenziale.

Kritische Reflexion der sozialen, präventiven Funktionen des Sports

Huber (2000, S. 15 ff.) unterscheidet drei Dimensionen des Sports, die auf eine ganzheitliche Erfahrung menschlichen Handelns gerichtet sind und die auf die präventiven Funktionen des Sports verweisen: die naturale Dimension, die sich auf die Tatsache bezieht, dass im sportlich-spielerischen Tun Menschen in Form eines Bewegungshandelns in Raum und Zeit ihrem eigenen Körper begegnen. Wichtiger Maßstab und das Ziel dieses Bewegungshandelns sind Gesundheit und Unversehrtheit. In der personalen Dimension wird auf die Erkenntnis verwiesen, dass Sport der Entfaltung der persönlichen Würde dient und Ausdruck menschlicher Kreativität und Gestaltungskraft ist. Hier begegnet der Mensch sich selbst in der Einheit von Körper, Seele und Geist. In der sozialen Dimension wird schließlich zum Ausdruck gebracht, dass sich Menschen im Sport begegnen, Zusammenspiel und Wettkampf, Kooperation und Konkurrenz in ihm zusammengehören.

In diesen drei Dimensionen tritt der Sport in den Dienst menschlicher Würde. Damit wird auch seine Bedeutung für die Gewaltprävention angesprochen. Ebenso kann Sport die Würde aber auch bedrohen und gefährden. So warnt beispielsweise Huber vor dem Misslingen der kulturellen Gestaltung des Sports, wenn diese sich zum „Kult des Körpers“ verkehrt, in dem die Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit als höchster Wert gilt, wie Doping oder die gesundheitsgefährdenden Erscheinungen des Kinder- und Jugendsports zeigen. In der personalen Dimension misslingt die kulturelle Gestaltung des Sports, wenn diese in einen „Kult des Siegens“ verkehrt wird, in dem nur noch die Überlegenheit über den anderen zählt, Sieg und Erfolg zum Maß aller Dinge werden. Schließlich misslingt die kulturelle Gestaltung des Sports, wenn diese in einen „Kult der Gewalt“ verkehrt wird, sei es in Form von Angriffen auf die körperliche Integrität des sportlichen Gegners oder der Entladung von Gewalt auf den Rängen und nach dem Spiel auf den Straßen, „Sport als Beispiel für zweckfreies Spiel also zum Anlass brutaler Gewalt wird“ (Huber, 2000, S. 23).

Die optimistischen Annahmen von positiven Wirkungen des Sports und der Sportvereine auf die jugendliche Entwicklung sind entsprechend zu relativieren. So unterscheidet Grupe (2000) zwischen Sportkultur und Kultur des Sports. Sportkultur meint die Wirklichkeit des Sports, wie er ist, in seinen positiven wie negativen, in seinen kulturellen wie kultischen Ausformungen. Kultur des Sports meint hingegen Werte und Ideen des Sports, die bewahrt, befolgt und realisiert werden sollten (zum Beispiel Fairness, Ritterlichkeit, Solidarität und so weiter). Hier wird Kultur als Aufgabe, als Leitmotiv, als normative Setzung verstanden. Sport treiben ist nicht per se erzieherisch, vielmehr ist es Aufgabe des Sports, darauf hinzuwirken, dass soziales, faires, kameradschaftliches Handeln als im Sport angelegte Werte und Ideale realisiert, befolgt, bewahrt und geschützt und somit die kulturellen Werte des Sports gelebt werden. Anders ausgedrückt: Statt davon zu sprechen, dass Sport verbinde, erziehe und – wie pro­blem­los auch immer – integriere, müsste es besser und korrekter heißen: Sport kann verbinden, erziehen, integrieren und präventiv wirken. Die gewaltpräventiven Wirkungen sportlicher Aktivität stellen sich also nicht automatisch ein. Hierzu bedarf es einer spezifischen Inszenierung des Sports sowie entsprechender Kompetenzen und Ressourcen aufseiten derer, die ihn anbieten und vermitteln (Brettschneider & Kleine, 2002).

Erst auf der Folie einer (selbst)kritischen Analyse der Zusammenhänge von Sport und Gewalt können also die durchaus vorhandenen positiven Funktionen und Wirkungen des Sports oder sportiver Angebote bezüglich eines präventiven, erzieherischen Jugendschutzes herausgearbeitet und in der sozialen Arbeit beziehungsweise in der sportlichen Alltagspraxis fruchtbar um- und eingesetzt werden. Die vielen potenziellen Gefährdungen des Sports, die Verkehrungen seiner kulturellen Dimensionen, weisen dabei aber auf die Notwendigkeit von Qualitätsoffensive und sozialen Netzwerken hin. Dies gilt sowohl für die Prävention im Sport (Bekämpfung der Kulte des Körpers, des Siegens und der Gewalt) als auch für die Prävention durch Sport.

Zur Bedeutung von Sport, Spiel und Bewegung in der Gewaltprävention

Auf der Folie der drei Dimensionen des Sports soll im Folgenden die Bedeutung von Sport, Spiel und Bewegung für die Gewaltprävention verdeutlicht werden. Dabei gehe ich mit Krafeld (1992, S. 500) davon aus, dass „das Verhalten (nicht nur) von Jugendlichen, auch von gewalttätig agierenden, durchweg aus ihren Lebenserfahrungen und ihren Versuchen resultiert, mit diesen ihren Erfahrungen und Eindrücken umzugehen“. Das heißt aber auch, dass sich Änderungen im Verhalten junger Menschen kaum erzielen lassen, wenn wir uns ausrichten auf die Probleme, die junge Menschen machen. Erst wenn es letztlich um die Probleme geht, die junge Menschen haben, werden sie sich auch öffnen für neue Auseinandersetzungen mit der Frage, welche Probleme sie anderen machen. Daran müssen sich auch körper- und bewegungsbezogene Angebote in der Gewaltprävention messen lassen.

Aus der Vielfalt der lebensweltlichen Gewalterfahrungen ergeben sich für die Frage von Sport und Gewaltprävention zwei besonders herausragende Problemfelder: einerseits die Bewegungsarmut sowie das Abschneiden, die Betonierung gewachsener Bewegungsräume und andererseits der Mangel an Eigenerfahrungen und die vorenthaltenen Mitgestaltungsmöglichkeiten der gesellschaftlichen Lebensverhältnisse durch junge Menschen.

Naturale Dimension oder Das Problem der Bewegungsarmut und des Mangels an Bewegungsräumen

In Untersuchungen über Ursachen und Motive fremdenfeindlicher Gewalt wird immer wieder auf das Phänomen der Suche nach Action, Spannung und dem Ausleben von Körperlichkeit hingewiesen. Die Menschen moderner Industriegesellschaften sehen sich zunehmend einem zivilisatorischen Druck ausgesetzt, sich und ihr Verhalten ständig und stetig unter Kontrolle zu halten, ihre Affekte und Emotionen zurückzudrängen, zu unterdrücken. Das bleibt nicht ohne Folgen. Dies umso mehr, als Spannung und Affektivität wesentliche Triebfedern menschlichen Verhaltens sind und es in unserer verwalteten, verrechtlichten und verbürokratisierten Gesellschaft immer weniger Räume gibt, Bewegungsbedürfnisse zu befriedigen. Es verwundert so auch nicht, wenn von Jugendlichen insbesondere fehlende Spiel-, Sport-, Bewegungsorte sowie unmittelbar wohnungsnahe Spiel- und Aufenthaltsmöglichkeiten“ (Herlyn u. a., 2003) beklagt werden.

»(…) Sport trägt auch dazu bei, Gewaltpotenziale zu kanalisieren und Aggressionen unter Kontrolle zu bringen.«

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Personale Dimension oder die Suche nach Sinn

Das Jugendalter gilt als Lebensphase, in der Heranwachsende eine psychosoziale Identität aufbauen müssen. Diese Verwirklichung von persönlicher Identität ist heute erschwert. Junge Menschen wollen nicht nur passiv Lernende in Institutionen sein, sie brauchen auch Bestätigung, Engagement und sinnvolle Aufgaben. Herausbildung einer positiven Identität, die im Jugendalter geleistet werden muss, heißt deshalb positive Antworten auf die drängenden Fragen „Wer bin ich?“, „Was kann ich?“, „Wozu bin ich da?“, „Wohin gehöre ich?“, „Was wird aus mir?“ zu geben. Daraus ergeben sich kulturelle Suchbewegungen junger Menschen, mit denen sie diese Pro­bleme zu lösen versuchen. Bieten sich Jugendlichen keine oder kaum Möglichkeiten, sich durch etwas hervorzutun, bleibt ihnen oft nur noch der Körper als Kapital, den sie entsprechend ausbilden (modellieren) und Anerkennung- und Aufmerksamkeit suchend einsetzen. Hier ist eine der Wurzeln für den Kult des Körpers und der Gewalt zu sehen, sie sind so besehen auch eine Form jugend-, meist jungenspezifischer Identitätssuche, Identitätsentwicklung. Körperpräsentationen – auch gewaltförmige – haben so besehen eine wichtige identitätsstiftende, stabilisierende Funktion für die jungen Menschen, sodass es wichtig erscheint, diese Jugendkulturen zu bewahren, ihnen den erforderlichen (im Rahmen des Gesetzes) freien Raum zur Entfaltung zu belassen. Die Gewaltprävention im und mit Sport muss sich dabei der Bedeutungen vergewissern, die gewaltaffine Jugendkulturen für junge Menschen haben können. So geben sie mit ihren Gewalt- und Machtmustern eindeutige Orientierungen; ermöglichen es, die reale oder subjektiv erfahrene Lebensbedrohung umzukehren und selbst zu bedrohen, statt bedroht zu werden; ermöglichen es, sich selbst und den eigenen Körper intensiv zu erleben und sich zu bewähren, die Angstgefühle durch Abenteuer und Risikoerlebnisse zu bearbeiten und menschliches Zusammenleben zu zeigen (geben Halt, sichern Wärme und Zuneigung).

Gewalt ist also ein Mittel, um Beachtung und Aufmerksamkeit zu erlangen, um „Abenteuer“ und „Action“ zu erleben, einen rauschartigen Zustand innerer Erregung, einen „Flow“ zu erfahren, der im normalen Lebensvollzug sonst nicht erfahrbar ist.

Genau hier eröffnen sich bewegungsorientierten Angeboten in der Gewaltprävention große Möglichkeiten, womit wir zur sozialen Dimension des Sports kommen.

Die soziale Dimension

Durch sportliche Aktivitäten können Aggressionen und motorischer Betätigungsdrang „gesteuert“, als Äquivalent zur Problematisierung abgearbeitet; vorhandene körperliche Fähigkeiten positiv eingesetzt; mit vertrauter Betätigung Schwellenängste gegenüber dem sonstigen Angebot abgebaut; die Beziehungen von Jugendlichen (vor allem aus Randgruppen untereinander, zu ihrer Umwelt und zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern) geübt und verbessert; die Identifikation mit den sozialen Einrichtungen (zum Beispiel Jugendzentrum) oft erst hergestellt und verstärkt; das Akzeptieren vorhandener Regeln erlernt und Erfolgserlebnisse erzielt werden.

Sportliche Angebote sind dabei Inhalt und Methode der offenen Jugendarbeit zugleich. Sie sind häufig das einzige Mittel, um an „problematische“ männliche Jugendliche heranzukommen und sie in die offene Jugendarbeit zu integrieren.


Die Menschen moderner Industriegesellschaften sehen sich zunehmend einem zivilisatorischen Druck ausgesetzt, sich und ihr Verhalten ständig und stetig unter Kontrolle zu halten, ihre Affekte und Emotionen zurückzudrängen, zu unterdrücken.

Folgerungen für die präventive Arbeit im und durch den Sport

Sport ist nicht per se präventive Arbeit. Die Sportorganisation hat, wie das Präsidium des Landessportbundes Niedersachsen bereits 2002 selbstkritisch feststellte, zu lange den gefährlichen Balanceakt zwischen Fremd- und Selbstwahrnehmung einerseits und Selbstüberschätzung der eigenen Fähigkeiten andererseits praktiziert. Die Vereinsmitglieder können ihre sportfachliche Kompetenz einbringen, um gemeinsam mit anderen Institutionen vor Ort soziale Probleme anzugehen. Weder Sportvereine noch die Sportorganisation sind aber qua Definition ein Ort sozialer Arbeit. „Die sportpraktische Qualifikation und das Interesse an einer ehrenamtlichen Tätigkeit im Verein machen aus Vereinsmitarbeitern noch keine Sozialarbeiter.“ (Landessportbund Niedersachsen, 2002, S. 5.) Umgekehrt gilt aber auch, dass die sozialpädagogische Qualifikation und das Interesse an sport-, körper- und bewegungsbezogenen Angeboten aus einem Sozialarbeiter noch keine Sportfachkraft machen.

Es geht vielmehr darum, „fachberufliche Kenntnisse so einzusetzen, dass sich Menschen in besonderen sozialen Lagen in die Gesellschaft und das Sozialsystem Sportverein integrieren können“, um „soziale, präventive Arbeit im, mit und durch den Sport möglich zu machen“. (Landessportbund Niedersachsen, 2002, S. 5.)

March (2004) hat dabei eindrucksvoll aufgezeigt, dass bewegungsorientierte Angebote in der Gewaltprävention mehr bedeuten, als Sportangebote für Jugendliche bereitzuhalten; mehr bedeuten, als mit Jugendlichen zu arbeiten; mehr bedeuten, als sich um die Probleme der Jugendlichen zu kümmern; mehr bedeuten, als Institutionenarbeit zu leisten. Für March bedeuten bewegungsorientierte Angebote in der Gewaltprävention deshalb auch in erster Linie Auseinandersetzung auf wechselseitigen Beziehungsebenen: Auseinandersetzung zwischen Jugendlichen und Jugend(sozial)arbeiter; zwischen Jugend(sozial)arbeiter und Institutionen; zwischen Jugendlichen und Institutionen; Auseinandersetzung unter Jugendlichen und schließlich Auseinandersetzung mit einem Stück Lebensrealität mit dem Ziel, institutionelle Strukturen jugendfreundlicher zu gestalten. Im Mittelpunkt muss dabei immer die Beziehungsarbeit stehen.

Mit Kösterke und Stöckle (1989, S. 479 f.) sind entsprechend an bewegungsorientierte Angebote in der Gewaltprävention folgende Anforderungen zu stellen:

  • Ausrichtung des Angebots an den jugendlichen Bedürfnissen
  • Geringe sportmotorische Anforderungen
  • Eingehen auf jugendkulturelle Bewegungen
  • Flexibilität hinsichtlich Raum, Zeit und Inhalt der Angebote
  • Problemlose Übertragbarkeit der Angebote auf alle sonstigen Lebensbereiche
  • Vermeiden von Blamagesituationen
  • Angstfreie, animierende Lern- und Spielatmosphäre
  • Förderung kooperativer Handlungsweise
  • Bereitstellung geschlechtsspezifischer Angebote (körper- und bewegungsbezogene Mädchen- und Jungenarbeit)

Die Forderung, dass die Sportangebote den Bedürfnissen, den Lebenswelten und Lebensstilen der Jugendlichen angepasst werden müssen, bedeutet, sich nicht nur mit angepassten Jugendlichen zu befassen oder Jugendliche in bürgerliche „Tugendpanzer“ zu zwängen, es heißt vielmehr, sich auch auf unbequeme Jugendliche einzulassen, deren fremdartige, unbequeme, sozial oft nicht tolerierten Bedürfnisse zu akzeptieren und in die Angebotspalette der Jugendarbeit einfließen zu lassen. Das heißt aber auch, sich unter Umständen auf die manchmal Angst einflößenden, bedrohlich erscheinenden Körper- und Lebensstile der Jugendlichen (zum Beispiel die auf Kraft, aggressive Männlichkeit, Härte ausgerichteten Stile) einzulassen und sie durch entsprechende Angebote zu kanalisieren, aufzufangen (vgl. Becker & Hartmann, 1989). Es stellt sich für die Pädagogik das schwerwiegende Problem, einerseits die Sozialisationsfunktion dieser Gruppierungen zu achten, den Jugendlichen also die notwendigen Freiräume zu belassen, andererseits gegen gravierende Normverletzungen einzuschreiten. Jeder Pädagoge und jede Pädagogin muss sich selbst die Frage stellen und beantworten, wie weit er/sie subkulturellen Gruppen Freiräume in seiner/ihrer Arbeit einräumen kann und will. Ob dabei Kampfsportarten im Dienst sozialpädagogischer Maßnahmen zur Gewaltprävention oder Befriedung gewaltbereiter, -faszinierter Jungen der richtige Weg sind, ist nicht eindeutig mit Ja oder Nein zu beantworten. Dies hängt sowohl von der Kampfsportart selbst, aber noch mehr von Ziel, Inhalt und vor allem Art der Vermittlung dieser Kampfkünste ab (siehe hierzu ausführlicher Neumann u. a., 20072).

Damit die Sportkompetenzen bei der Lösung sozialer Probleme vor Ort genutzt werden können, müssen entsprechend die sozialen Netzwerke ausgeweitet werden.

Allerdings stehen sich Jugendhilfe und Sport auch heute noch (siehe Schmidt u. a., 2015, S. 217 ff.) eher distanziert gegenüber und nutzen noch immer zu wenig die Chancen der Kooperation, der Vernetzung ihrer unterschiedlichen Handlungsformen und Zugangsweisen. Es handelt sich also – auch wenn hier mittlerweile einiges im Fluss ist – immer noch um ein Verhältnis, das „eher von Abwehr gegenüber dem Anderen denn von Neugier auf das bestimmt ist, das der andere leistet und was unter Umständen auch für den jeweils anderen hilfreich sein könnte“. (Kreft, 1997, S. 339.) Dabei weist Koch bereits 1996 zu Recht auf die besonderen Chancen von Bewegungsaktivitäten hin: „Da der Körper- und Bewegungsbezug grundlegende, quer zu den Jugendhilfeformen liegende Kategorien umfasst und somit in spezifischer Ausprägung in den unterschiedlichen Feldern wie Jugendsozialarbeit, Freizeitbildung, offene Jugendarbeit, erzieherische Hilfen und so weiter in die pädagogischen Gesamtkonzepte dieser Felder zu integrieren wäre, kann zumindest die modellhafte Entwicklung einer körper- und bewegungsbezogenen Theorie und Praxis nur in Form von Kooperationen, Vernetzungen, interdisziplinärer Zusammenarbeit geschehen.“ (Koch, 1996, S. 7.) Das Anforderungsprofil der körper- und bewegungsbezogenen Sozialarbeit erfordert somit neben den entsprechenden sportiven Kompetenzen der in der Jugendarbeit Tätigen die wechselseitige Sensibilisierung und Kooperation zwischen Sport(vereinen) und Jugendarbeit. „Der Sport als attraktiver Anlass und Inhalt gemeinsamer Aktivitäten und als bedeutendes Konstitutiv von Gleichaltrigengruppen macht es erforderlich, dass sich die körper- und sportbezogene Jugendarbeit und der Vereinssport, aber auch der Schulsport als jugendliche Bewegungswelten begreifen und ihre Zusammenarbeit intensivieren.“ (Schulze-Krüdener, 1999, S. 214.) Körper- und bewegungsbezogene Jugendarbeit, Vereinssport und Schulsport werden hier zu Recht als jugendliche Bewegungswelten begriffen, die vernetzt werden müssen! Hierin liegt auch der Schlüssel einer umfassenden gewaltpräventiven Arbeit durch den Sport. Daran müssen sich entsprechende Konzepte und Projekte messen lassen.

Der Sport als attraktiver Anlass und Inhalt gemeinsamer Aktivitäten und als bedeutendes Konstitutiv von leichaltrigengruppen macht es erforderlich, dass sich die körper- und sportbezogene Jugendarbeit und der Vereinssport, aber auch der Schulsport als jugendliche Bewegungswelten begreifen und ihre Zusammenarbeit intensivieren.

Sport-, körper- und bewegungsbezogene soziale Arbeit als Prävention

Im Ersten Deutschen Kinder- und Jugendsportbericht werden zur Sicherung von Integrations- und Sozialisationserfolgen vier Ansprüche an eine erfolgreiche präventive Arbeit im Sport formuliert:

  1. Die Einarbeitung klarer Problemdefinitionen in den verschiedenen Feldern sozialer Auffälligkeit
  2. Die Entwicklung von Handlungsformen situativer Nähe zum Problemklientel
  3. Die Berücksichtigung der spezifischen Lebenswelten der Kinder und Jugendlichen
  4. Die Koordination der Maßnahmen der verschiedenen Akteure der Jugendhilfe im Sinne einer Steuerung von Netzwerken (Schmidt u. a., 2003, S. 384)

Unterscheidet man nun zwischen (primärer) Prävention, Früherkennung (sekundärer Prävention) und Intervention (tertiärer Prävention; siehe auch Phineo, 2015, S. 12 f.), dann geht es im Bereich der sport-, körper- und bewegungsbezogenen Prävention vor allem um

  • die Schaffung von kind- und jugendgemäßen Bewegungsräumen, -anlässen und -angeboten,
  • die Stärkung des Selbstwertgefühls, das Aufbauen von Selbstbewusstsein und
  • eine positive Einstellung zu Körper und Gesundheit.

Dem Sport kommt in diesem Bereich die größte Bedeutung zu. Die Bedeutung von Bewegungsanlässen, Bewegungsangeboten und Bewegungsräumen für eine positive Persönlichkeits- und Identitätsentwicklung und damit auch zur Gewalt- und Suchtprophylaxe ist – wenn sie den weiter oben erwähnten spezifischen Inszenierungen und Organisationsformen entsprechen – heute unbestritten (ausführlicher siehe Pilz, 2013, Pilz & Böhmer, 2002). Umso mehr verwundert, dass sich hier nicht längst alle relevanten gesellschaftlichen Gruppen und Institutionen zusammengetan haben, um für mehr Bewegungsräume und Bewegungsangebote für junge Menschen zu kämpfen. Hier drängt sich ein soziales Netzwerk im Sinne einer größeren Lobby für freie Bewegungsräume und -angebote für junge Menschen geradezu auf.

Im Bereich der Früherkennung geht es vor allem um

  • Anleitung zu Selbstdisziplin und Selbstkontrolle,
  • Stärkung des Selbstwertgefühls,
  • Aggressions- und Frustrationsabbau (lernen, Überschuss an physischer Energie auf angemessene Weise durch strukturierte Aktivität umzusetzen),
  • Akzeptieren von gesteckten Rahmenbedingungen (erarbeiten und einhalten von Verhaltensregeln),
  • Stärken der eigenen Verhaltenskontrollmechanismen, Erziehung zum Fair Play,
  • Ermöglichen von erlebnispädagogischen Erfahrungen im Sinne der Entwicklung von sozialer Kompetenz,
  • Einsatz von ausgebildeten Mediatoren zur Konflikt­schlichtung in Vereinen.

Die ehrenamtliche Alltagspraxis der Sportvereine stößt hier oft an ihre Grenzen und ist auf Hilfe, Unterstützung von Personen, Trägern, Institutionen der sozialen Arbeit angewiesen. Die Schaffung von Netzwerken drängt sich hier geradezu auf.

Im Bereich der Intervention geht es schließlich vor allem um

  • Thematisierungen und Durchbrechungen von gewaltförmigen Durchsetzungs- und Selbstbehauptungsstrategien,
  • konsequentes Einschreiten gegen Gewalt mit anschließender pädagogischer Bearbeitung (zum Beispiel Täter-Opfer-Ausgleich), nicht aber (Vereins-)Ausschluss,
  • Einsatz von Sport, Körper- und Bewegungserfahrungen in der Gewalt- und Suchttherapie.

Hier sind in erster Linie therapeutische Einrichtungen, Institutionen der sozialen Arbeit angesprochen, der organisierte Sport aber nur marginal. Dennoch bietet sich auch hier eine Zusammenarbeit an.

Wenn lebensstil- und lebensweltorientierte bewegungsorientierte Ansätze in der sozialen Arbeit, wenn Gewaltprävention im Sport also keine leeren Worthülsen sein und bleiben sollen, dann bedarf es einer konzertierten Aktion von kommunalen und freien Trägern der Jugendarbeit, der Kooperation von Sportvereinen, Schule und Jugendhilfe.

Bewegungsorientierte Angebote in der Gewalt­prävention lassen sich dabei inhaltlich zusätzlich wie folgt begründen und rechtfertigen (Becker & Schirp, 1986, S. 9) als

  • Gegenentwurf zur bewegungsarmen Lebenswelt der Jugendlichen, zur fehlenden bewegungsbezogenen Infrastruktur,
  • Kompensationsmöglichkeit für Spannungsarmut respektive für spannungsgeladenes Risikoverhalten,
  • Schaffung von Räumen und Gelegenheiten für Erfahrungen zur positiven Identitätsfindung,
  • Gegenentwurf zur Marginalisierung der Mädchen (einschließlich parteilicher Mädchenarbeit),
  • Gegenentwurf zur männlichen Dominanzkultur (reflektierende, antisexistische Jungenarbeit).
  • Daraus folgt als inhaltliche Gestaltung der Sportarbeit:
  • Orientierung am didaktischen Prinzip „denken und machen“
  • Orientierung an Bewegungsstrukturen, welche die Erfahrung von Abenteuer- und Risikoerlebnissen ermöglichen
  • Orientierung an Bewegungstraditionen und -formen, die gewaltförmige Verhaltensmuster der Jungen aufbrechen, Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein bei Mädchen aufbauen, und somit perspektivisch eine gleichberechtigte Spielintegration der Mädchen ermöglichen

Hierzu ist der sich vollziehende inhaltlichen Paradigmenwechsel der Jugendarbeit wichtig: weg von den Defiziten der Jugendlichen, hin zu deren Stärken. 

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Vernetzung heißt das Zauberwort

Der Vernetzung wird nicht zuletzt auch angesichts wachsender Problemlagen, aber auch und vor allem der geforderten unterschiedlichen Kompetenzen und immer knapper werdenden öffentlichen Finanzen zu Recht eine zentrale Rolle zugewiesen. Für die Zukunft wird es sehr darauf ankommen, vorhandene Netzwerke zu nutzen beziehungsweise ein festes Netzwerk der körper- und bewegungsorientierten Angebote zu errichten. Vernetzung und Zusammenarbeit allein bewirken noch keine effektive präventive Arbeit. Entscheidend ist, dass

  • die unterschiedlichen Interessen offengelegt,
  • Gemeinsamkeiten herausgearbeitet,
  • Unterschiede ausgehalten,
  • Kompetenzen geklärt und
  • zum Inhalt der Zusammenarbeit gemacht werden.

Nur unter diesen Voraussetzungen können präventive Wirkungen erzielt, Bewegung, Sport und Spiel sich als Element der Gewaltprävention entfalten.

In diesem Kontext sind die Maßnahmenkataloge für Sport als Mittel der Gewaltprävention, wie sie die Unabhängige Kommission zur Verhinderung und Bekämpfung der Gewalt in Berlin für Vereine, Schulen und Jugendhilfe erarbeitet hat (Boschert, 1994), nach wie vor richtungsweisend.

Maßnahmen im Bereich der Vereine:

  • Vereine sollen speziell auch für die sogenannten Pro­blem­gruppen in den Ferien Sportangebote vorsehen und versuchen, diese dauerhaft für eine sportliche Betätigung zu gewinnen.
  • Der Vereinssport soll Beratungsmöglichkeiten hinsichtlich einzelner Problemgruppen und entsprechender Zielgruppenkompetenzen erhalten.
  • Übungsleiter/-innen sollen für die speziellen Anforderungen im Umgang mit gewaltorientierten Jugendlichen Qualifizierungsmöglichkeiten erhalten.
  • Kontakte, Verbindungen und Zusammenarbeit zwischen den Trägern der Jugend- und Sozialarbeit, den Schulen und den Sportvereinen sollen intensiviert werden.
  • Die Vereine sollen neben dem leistungsbezogenen Sport auch den freizeit- und erlebnisorientierten Sport stärken, um auch die Jugendlichen ansprechen zu können, die gern Sport treiben würden, aber nicht in erster Linie Leistungssport betreiben wollen.
  • Vereine sollten ihre Sportanlagen, soweit sie nicht ausgelastet sind, auch für Jugendliche und ihre Aktivitäten zur Verfügung stellen, die sich nicht an einen Verein binden wollen.

Maßnahmen im Bereich der Schule:

  • Schulen sollen verstärkt alternative Sportarten in den Schulunterricht aufnehmen und auf die Konjunktur bestimmter aktueller Sportpräferenzen bei den Schülerinnen und Schülern reagieren, um diesen ein Forum zu geben und sie nicht in unkontrollierte Bereiche abzudrängen (zum Beispiel Kampfsportarten).
  • Schulen sollen die Pausenhöfe zu Sportzwecken außerhalb der Schulzeit öffnen, um zu der Erhöhung des Sportflächenangebotes beizutragen und selbstbestimmte Möglichkeiten zum Sporttreiben in der Freizeit im unmittelbaren Lebensbereich und unter Einbeziehung des Wohnumfeldes zu bieten.
  • Schulen sollen in Bezug auf sportliche Aktivitäten enger mit den Vereinen und Jugendfreizeitheimen/Jugend­zentren zusammenarbeiten.
  • Maßnahmen im Bereich der Jugend- und Sozialarbeit:
  • Ein Themenschwerpunkt „Körper und Sport in der Jugendarbeit“ soll im Lehrplan der Ausbildung von Pädagogen/Pädagoginnen und Sozialarbeitern/-arbeiterinnen als fester Bestandteil ihrer Ausbildung eingeplant werden.
  • Im Bereich der Jugendfreizeit- und Sozialarbeit sollen verstärkt niederschwellige, an den Bedürfnissen von Jugendlichen und an den aktuellen Sportarten orientierte Sportangebote aufgenommen werden.
  • Es sollen verstärkt internationale Begegnungen mit Sportbezug durchgeführt werden, um Vorurteilsstrukturen und Diskriminierungen in Bezug auf Fremde abbauen und vorbeugen zu können.
  • Es sollen geschlechtsspezifische Ansätze in der sportbezogenen Sozialarbeit Berücksichtigung finden und spezielle Fördermöglichkeiten für Mädchen vorgesehen werden (aber auch für Jungen im Sinne reflektierender, antisexistischer Jungenarbeit, G. A. P.)
  • Jugendliche sollen aktiv in die sportbezogene Jugendarbeit einbezogen werden, Sportangebote nicht nur konsumieren, sondern im Sinne einer Mitgestaltung der eigenen Lebenswelt die Möglichkeit erhalten, Sportanlagen und -geräte eigenverantwortlich zu planen und zu bauen.
  • Sportbezogene Sozialarbeit soll mit Angeboten vor Ort, in den sozialen Brennpunkten Kontakte zu Problemjugendlichen knüpfen und gezielte, bedürfnisorientierte Sportangebote machen, um diese Jugendlichen von der Straße zu holen. Dazu müssen entsprechende räumliche Möglichkeiten in unmittelbarer Nähe zur Verfügung gestellt werden.
  • Viele existierende kleine Projekte und Initiativen im Bereich der gewaltpräventiven sportbezogenen Sozialarbeit sollen durch unbürokratisches Zurverfügungstellen von Räumlichkeiten und Sportflächen unterstützt werden. Die Nutzungsverordnung soll in diesem Sinne überprüft und entsprechend geändert werden.
  • Bewährte, bereits bestehende Einrichtungen in der sportbezogenen Jugend- und Sozialarbeit sollen nach Notwendigkeit und Möglichkeit ausgedehnt und erweitert werden (zum Beispiel Sportjugendklubs).

Zur Durchsetzung ihrer Ziele bedarf körper- und bewegungsbezogene, gewaltpräventive soziale Arbeit der Kooperation der Jugendorganisationen im Sport, der freien und öffentlichen Träger der Jugendhilfe, der Schulen, der Fachhochschulen für Sozialwesen und der Sportinstitute der Universitäten.

Es muss deshalb in Zukunft verstärkt darum gehen,

  • vorrangig Netzwerke für die beschriebene Aufgabe zu schaffen, aber auch andere sozialpädagogische Anbieter sportlicher (Jugend-)Sozialarbeit mit finanziellen wie infrastrukturellen Mitteln auszustatten,
  • angehende Übungs-/Jugendleiter verstärkt für sozial­pä­da­go­gische Problemfelder und Aufgaben zu sensibilisieren,
  • für Übungs-/Jugendleiter, Erzieherinnen und Erzieher, Sozialarbeiter und Sozialarbeiterinnen spezielle Fort- und Weiterbildungsangebote für körper- und bewegungsbezogene Jugendsozialarbeit bereitzustellen.

»Was wir dringend brauchen, sind verlässliche, überprüfbare Qualitätskriterien, an denen sich sowohl Praxiskonzepte der Jugend(sozial)arbeit als auch Förderer orientieren.«

Der Bedeutung von Sport, Spiel und Bewegung in der Gewaltprävention hat man in der universitären und Fachhochschulausbildung bislang nur sehr marginal Rechnung getragen. Dies obwohl bereits 1991 die Sportministerkonferenz gefordert hat, die Bewegungs- und Sporterziehung in den Ausbildungsordnungen für Erzieherinnen und Erzieher, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sowie verwandter Berufe aufzunehmen und verstärkt zu berücksichtigen. Dies wurde bislang – und dann meist nur als Initiative von einzelnen Personen – nur an wenigen Fachhochschulen umgesetzt. Es scheint mir deshalb dringend geboten, verstärkt spezielle Studiengänge für Sport und soziale Arbeit sowohl an den Fachhochschulen als auch an den Universitäten in den sportwissenschaftlichen Master- und Bachelorstudiengängen einzurichten.

Was wir letztendlich aber auch dringend brauchen, sind verlässliche, überprüfbare Qualitätskriterien, an denen sich sowohl Praxiskonzepte der Jugend(sozial)arbeit als auch Förderer orientieren können (Zajonc & Pilz, 2014, S. 74).


Becker, P. & Hartmann, G. (1989). Der Angriff auf den bürgerlichen Tugendpanzer. Olympische Jugend, 10, S. 8–9. | Becker, P. & Schirp, H. (1986). Bewegungs- und sportorientierte Sozialarbeit mit Jugendlichen. Marburg. | Boschert, B. (1994). Sport und Gewalt – Probleme – Zusammenhänge – Maßnahmen. Gutachten der Arbeitsgruppe „Sport und Gewalt“ der Unabhängigen Kommission zur Verhinderung und Bekämpfung von Gewalt in Berlin. Berlin. | Brettschneider, W.-D. & Kleine, T. (2002). Jugendarbeit in Sportvereinen: Anspruch und Wirklichkeit. Schorndorf. | Grupe, O. (2000). Vom Sinn des Sports. Kulturelle, pädagogische und ethische Aspekte. Schorndorf. | Herlyn, U. u. a. (2003). Jugendliche in öffentlichen Räumen der Stadt. Chancen und Restriktionen der Raumaneignung. Opladen. | Huber, W. (2000). Sport als Kult – Sport als Kultur. In O. Gruppe & W. Huber (Hrsg.). Zwischen Kirchturm und Arena – Evangelische Kirche und Sport. Stuttgart. S. 15–28. | Koch, J. (1996). Thinking and Moving – zum Theorie-Praxis-Verhältnis von Körper- und Bewegungsansätzen. hessische jugend, 3, S. 6–9. | Kösterke, A. & Stöckle, G. (1989). Neue Bewegungskultur als Anregung für die Jugendarbeit? Konzepte und Vorschläge des Sportprojektes „Traumfabrik“. deutsche jugend, 37, S. 477–484. | Krafeld F. J. (1992). Eskalation der Gewalt gegen Ausländer – und was tun? deutsche jugend, 11, S. 500–503. | Kreft, D. (1997). Jugendhilfe und Sport – oder: Ist der Vereinssport Jugendarbeit? neue praxis, 4, S. 337–343. | Landessportbund Niedersachsen (2002). Was ist soziale Arbeit im Sport? Ausschuss Sport und Soziale Arbeit formuliert Thesen. Sport und mehr, 1, S. 5. | March, A. (2004). Sport in der Suchtgesellschaft – Suchttendenzen im Sport. Prävention und Identität im Fluchtpunkt zweier Moderne-Konzeptionen. Göttingen. | Neumann, U. u. a. (Hrsg., 20072). Der friedliche Krieger. Budo als Methode der Gewaltprävention. Marburg. S. 10–25. | Phineo (2015). 14. Themenreport. Mit Sport mehr Bewegen! – Report über wirkungsvolles zivilgesellschaftliches Engagement. Berlin. | Pilz, G. A. (2013). Sport, Fair Play und Gewalt. Beiträge zu Jugendarbeit und Prävention im Sport. Hildesheim. | Pilz, G. A. & Böhmer, H. (Hrsg., 2002). Wahrnehmen – Bewegen – Verändern. Beiträge zur Theorie und Praxis sport-, körper- und bewegungsbezogener Sozialer Arbeit. Hannover. | Schmidt, W. u. a. (Hrsg., 2003). Erster Deutscher Kinder- und Jugendsportbericht. Schorndorf. | Schmidt, W. u. a. (Hrsg., 2015). Dritter Deutscher Kinder- und Jugendsportbericht – Kinder- und Jugendsport im Umbruch. Schorndorf. | Schnack, D. & Neutzling, R. (1991). Kleine Helden in Not. Jungen auf der Suche nach Männlichkeit. Reinbek. | Schulze-Krüdener, J. (1999). It’s body time! Sport als Herausforderung für die Jugendarbeit. In H. G. Hofeldt (Hrsg.). „Sozialer Brennpunkt“ Körper. S. 204–216. Hohengehren. | Zajonc, O. & Pilz, G. A. (2014). Wenn Sport als Mittel eingesetzt wird. Sport bezogene Soziale Arbeit zwischen Sportvereinen und kommunaler Kinder- und Jugendarbeit. In D. Kuhlmann (Hrsg.). Sport, Soziale Arbeit und Fankulturen. Positionen und Projekte. Hildesheim.