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Sportprojekte für soziale Gerechtigkeit und Integration

Sport hat das Zeug, soziale, mentale und emotionale Kompetenzen signifikant zu verbessern. Diese Vermutung legt das Programm „Souverän Plus“ nahe. Das Prinzip dahinter: Jugendliche übertragen ihre Erlebnisse aus Sportübungen in einer anschließenden Reflexion auf ihren Alltag und das Berufsleben. Essenziell für den Erfolg: eine kompetente Fachkraft als Trainer.

Für den Rest bleibt Sport ein Hobby und möglicherweise auch eine Chance, sich selbst und andere zur sozialen Integration zu ermutigen.

Landauf, landab wird der Sport und insbesondere der medienwirksame Fußball als Allheilmittel sozialer und mentaler Defizite angepriesen. Selbst in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit wird der Sport nun vermehrt zur Bekämpfung sozialer Ungerechtigkeiten in der sogenannten Dritten Welt genutzt.

Erst seit Kurzem jedoch geht es intensiver um die Frage, wie und vor allem unter welchen Umständen der Sport in der Zielgruppe wirkt. Offensichtlich ist deutlich geworden, dass es nicht ausreicht, einfach Sport zu treiben oder Fußball zu spielen. Auch ausgeklügelte Methodik und Didaktik sind notwendig, um den komplexen Zielen gerecht zu werden, die sich mancher setzt.

Und selbst dann ist noch lange nicht bewiesen, dass der Sport der ausschlaggebende Faktor dafür war, dass sich soziale und mentale Entwicklungen in der Zielgruppe eingestellt haben: Vielleicht ist es gar nicht so sehr der Sport, der die Entwicklung fördert, sondern das Arbeiten im Team und mit ausgebildeten Sportlehrern oder das Auseinandersetzen in einer anschließenden Nachbesprechung. Vielleicht ist der Sport nur Initiator sozialer Entwicklungsprozesse, die wesentliche Arbeit leisten jedoch die Mentoren und Lehrkräfte im Anschluss an den Sport.

Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, setzt sich dieser Artikel mit dem Thema soziale Ungerechtigkeit und Partizipation auseinander und geht darauf ein, wie der Sport einen Beitrag zu einem Ausgleich der sozialen Ungerechtigkeit leisten kann und wie er junge Menschen dazu motivieren kann, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Dabei wird insbesondere ein Sportprogramm untersucht, das bereits an Förderschülern und Jugendlichen im Alter von 18 bis 25 Jahren erprobt wurde.

Wer ist sozial benachteiligt?

Bevor man sich allerdings an eine Beantwortung der Frage wagt, muss man sich mit den Faktoren sozialer Ungerechtigkeit auseinandersetzen. Nachweislich ist Armut und Bildungsferne der maßgebliche Faktor, der zu nicht ausreichender Partizipation und zu sozialer Ausgrenzung führt. Laut Monika Alisch in „Armut und soziale Integration: Strategien sozialer Stadtentwicklung“ ist Armut die extremste Form der sozialen Benachteiligung. Wer in Deutschland arm ist, der hat weniger Zugang zu Bildung sowie weniger Zugang zu guten Ausbildungs- und Hochschulplätzen. Dementsprechend hat diese Schicht ein geringeres Mitspracherecht in der Gesellschaft.

Wer zur bildungsfernen Schicht gehört und zusätzlich noch einen Migrationshintergrund hat, muss sich häufig mehrfacher Stigmatisierung erwehren und eine Vielzahl an Hürden überspringen. Wer aus dieser Schicht stammt, der hat es schwer, diese Schicht zu verlassen.

Wir stellen also fest, dass Armut, Bildungsferne und die fehlenden Kenntnisse des Elternhauses über die deutsche Gesellschaft und das hiesige Bildungssystem die größten Hemmnisse sozialer Integration und Partizipation in der Gesellschaft sind.

Berechtigt ist natürlich nun die Frage, wie der Sport in seiner Einfachheit und insbesondere der Fußball mit seiner Niedrigschwelligkeit Antworten auf solch komplexe gesellschaftliche Fragestellungen bieten kann.

Ist es vielleicht nicht sogar der Fußball, der zu noch mehr Segregation und sozialer Ausgrenzung führt? Wenn wir an die sonntäglichen Begegnungen auf deutschen Fußballplätzen denken, stellen wir immer wieder fest, dass Konflikte zwischen Teams mit mehrheitlich deutschen Spielern und denen mit Spielern mit überwiegend Migrationshintergründen fast auf der Tagesordnung stehen. Zumindest ist deutlich, dass das Konfliktpotenzial steigt, sobald Teams unterschiedlicher Herkunft gegeneinander antreten. Die Vermutung liegt nahe, dass der Sport mit all seiner Emotionalität und der Reduzierung auf das Gewinnen und Verlieren einen Teil dazu beiträgt, dass Menschen unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlicher sozialer Schichten sich eher voneinander trennen, anstatt miteinander nach dem Spiel gemütlich beisammenzusitzen und darüber zu sinnieren, wie soziale Integration in Deutschland gelingen kann.

Wir dürfen an dieser Stelle natürlich nicht vergessen, dass Sport und insbesondere Fußball für Millionen von Jugendlichen die Hoffnung auf ein Leben im Rampenlicht darstellt und somit selbstverständlich die soziale Integration derer fördert, die dieses Ziel erreichen. Doch es ist nur ein minimaler Bruchteil, der den Weg der Khediras, Özils und Boatengs genauso erfolgreich beschreitet. Für den Rest bleibt Sport ein Hobby und möglicherweise auch eine Chance, sich selbst und andere zur sozialen Integration und Partizipation zu ermutigen.

Bevor ich auf die Frage eingehe, ob Sport wirklich das Potenzial hat, Menschen bei der Integration in die deutsche Gesellschaft zu unterstützen, nutze ich die Gelegenheit, um das Programm „Souverän Plus“ zu beschreiben, welches als ein Beispiel einer Herangehensweise zur Reduktion von sozialen, emotionalen und mentalen Defiziten durch Sport gelten kann.

Rheinflanke Web

„Souverän Plus“ – sozialkompetenz- orientiertes Fußballtraining

Das Programm „Souverän Plus“ hat zum Ziel, seine Teilnehmer im Bereich der sozialen und mentalen Kompetenzen zu fördern und ihre emotionalen Fähigkeiten im Rahmen des Programms zu stärken. Das Programm wurde bereits an einer Förderschule mit Schülern im Alter zwischen elf und dreizehn Jahren erprobt.

Mit einem jahrelang genutzten Messmodul dieser Schule konnte dargestellt werden, dass die teilnehmende Gruppe im Vergleich zu einer Kontrollgruppe signifikante Verbesserungen im Bereich der zu erlernenden sozialen und mentalen Kompetenzen gezeigt hat. Zudem hat ein Großteil der Teilnehmer im Bereich der emotionalen Fähigkeiten Handlungsalternativen entwickelt, die vor der Teilnahme am Programm noch nicht gezeigt wurden. Interessanterweise hat die Kontrollgruppe, die ebenfalls einmal in der Woche an einer herkömmlichen Fußball-AG ohne besondere Akzentuierung teilgenommen hat, keine Verbesserungen und teilweise sogar Verschlechterungen gezeigt. Dies ist vor allem vor dem Hintergrund interessant, dass ebendiese Kontrollgruppe, als sie das sozialkompetenzorientierte Fußballtraining durchlaufen hatte, noch stärkere Verbesserungen zeigte als die erste Gruppe.

Es liegen also zwei Vermutungen nahe. Erstens: Das Programm wirkt, zumindest für den Messungszeitraum. Und zweitens: Fußball spielen ohne qualifizierten Trainer beziehungsweise Anleiter kann zu negativen Verhaltensänderungen in der Gruppe und somit bei jedem Individuum führen.

Das Programm nutzt ein sportwissenschaftlich fundiertes Fußballtraining in Kombination mit sozialen, mentalen und emotionalen Schwerpunkten sowie einer anschließenden Reflexion im Nachgang an die Sportstunde. Die einzelne Einheit ist so aufgebaut, dass der soziale oder mentale Förderschwerpunkt und nicht eine technische oder technisch-taktische Anforderung die fußballerischen Übungen bedingt. Die Trainingseinheit bleibt somit sportwissenschaftlich auf einem hohen Niveau. Die Methodik der Stunde ergibt sich jedoch aus den sozialen und mentalen Anforderungen der Stunde.

So geht es beispielsweise in einer Stunde mit dem Thema „Frustrationstoleranz“ hauptsächlich darum, Übungen zu meistern, die die Zielgruppe auch nach mehrmaligem Üben noch nicht perfekt beherrscht. Dieses Prinzip zieht sich durch die gesamte Stunde und gipfelt in einer anschließenden Reflexion im Klassenraum oder der Umkleidekabine. Ziel ist es, die auf dem Sportplatz oder in der Turnhalle erlebten Momente in der Reflexion aufzuarbeiten und nachzubesprechen. Der erhoffte Lernerfolg gipfelt in einer pädagogischen Übung oder einem Rollenspiel am Ende der theoretischen Phase einer Lerneinheit.

Als besonders wirksam an diesem Programm hat sich gezeigt, dass die Teilnehmer die soeben auf dem Sportplatz gemachten Erlebnisse unmittelbar in der Reflexion reproduzieren und auf ihren Alltag übertragen können. So versteht beispielsweise ein elfjähriger Förderschüler, dass es für ihn wichtig ist, sich der Herausforderung zu stellen und es trotz Frusts immer wieder zu probieren, denn der Lern­erfolg stellt sich erst nach mehrmaligem Üben ein. Dies hat er soeben auf dem Sportplatz erlebt. Nach unzähligen erfolglosen Versuchen, dem Aufgeben nahe, hat es der Schüler am Ende nach intensivem Üben geschafft, die an ihn gestellte technische Anforderung zu erfüllen. In weniger als einer Stunde hat sich der Teilnehmer mit neuen Lern­inhalten auseinandergesetzt und frustrierende Momente erlebt, aber auch erfahren, wie gut es sich anfühlt, Erfolg zu haben.

Es liegt nun in der Kompetenz des Coaches beziehungsweise der Lehrkraft, die in der Sportstunde gemachten Erfahrungen in das Alltagsleben der Teilnehmer zu transferieren. Für die Teilnehmer geht es darum, zu verstehen, dass das soeben auf dem Sportplatz Erlebte im Alltags- und Berufsleben genauso stattfindet und einen entscheidenden Anteil an ihrer persönlichen Entwicklung und ihrem individuellen Erfolg hat. Wer es nicht gelernt hat, Frustration auszuhalten, dranzubleiben und sich anzustrengen, der wird sowohl in der Schule als auch in der Ausbildung Schwierigkeiten bekommen.

Im Anschluss an die Reflexion nutzt die Lehrkraft eine pädagogische Übung oder ein Rollenspiel, um den Lerninhalt des Tages in einem Moment zu konzentrieren, der sich abseits des Fußballplatzes abspielt. Die in diesem Moment gemachten Erfahrungen helfen den Teilnehmern dabei, zu verstehen, wie die zu erlernende Kompetenz ihnen auch im Alltag und im Berufsleben weiterhelfen kann. Dieses Prinzip lässt sich auf nahezu alle sozialen und mentalen Kompetenzen anwenden.

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass neben der methodischen Verknüpfung von Sport und sozialen Lernmomenten die Fachkraft ein elementarer Erfolgsfaktor dieses Programms ist. Es liegt am Gespür des Coaches, zu erkennen, wo die Gruppe ihre Schwächen hat und auf welchem Niveau die Gruppe sportlich gefordert werden kann, vor allem aber auch, wo die richtigen Reize gesetzt werden, um die gewünschten Reaktionen zu provozieren. Es reicht nicht aus, eine Sportstunde einfach nur umzusetzen. Vielmehr geht es darum, durch geschickt gesetzte Reize die Reaktionen der Gruppe zu provozieren, die in der Reflexion nachbesprochen werden können.

Im Idealfall zeigen die jungen Teilnehmer in der Sportstunde defizitäres soziales und mentales Verhalten auf und können dann im Anschluss mit Handlungsalternativen ausgestattet werden. Im Rahmen von „Souverän Plus“ ist der Sport lediglich ein Spielfeld, auf dem Soziales und Mentales geübt wird und auf dem auch bewusst Fehler provoziert werden, um diese in der Reflexion aufzuarbeiten und die Teilnehmer im Nachgang mit Handlungsalternativen für ihren Alltag auszustatten.

Der entscheidende Erfolgsfaktor für die Förderung und Entwicklung sozialer und mentaler Kompetenzen in der Zielgruppe ist demzufolge nicht das Sportprogramm an sich, sondern die Kompetenzen, der empathische Umgang und die Feinfühligkeit der Fachkraft im Umgang mit der Gruppe. Dieses Programm kann selbstverständlich auch mit Handball, Basketball, Tanz und Theater funktionieren. An dieser Stelle soll jedoch auch nicht vergessen werden, dass die Fachkraft nicht nur ein kompetenter Pädagoge sein, sondern auch ein hohes Maß an Verständnis für das eingesetzte Medium mitbringen muss – im Fall von „Souverän Plus“ also Fußball.

Die hohe Attraktivität der Trainings aus sportlicher Sicht ist einer der Erfolgsgaranten dieses Programms – in Kombination mit einer Fachkraft, die es versteht, die zu erlernenden Kompetenzen zielgruppengerecht aufzuarbeiten und lebensnahe Praxisbeispiele für die Anwendung der sozialen und mentalen Kompetenzen anzubieten. Ein positiver Nebeneffekt der Nutzung des Fußballs sind die teamdynamischen Entwicklungen, die das gemeinsame Sporttreiben in der Gruppe auslöst.

Zudem hat sich gezeigt, dass die Akzeptanz von neuen Lerninhalten durch einen Trainer – der in Personalunion sowohl den Fußballcoach als auch die Fachkraft in der Reflexion darstellt – eindeutig höher ist, als wenn die beiden Lernteile durch unterschiedliche Fachkräfte ausgefüllt werden. Das gemeinsame Sporttreiben schafft Vertrauen und emotionale Nähe der Teammitglieder, zu denen auch der Fußballtrainer gehört. Dies erhöht die Akzeptanz der Lern­inhalte deutlich und macht es den Teilnehmern leichter, Handlungsalternativen, Ratschläge und Lebensweisheiten der Fachkräfte zu akzeptieren.

Das Programm ist anwendbar auf unterschiedliche Zielgruppen. Erstaunlicherweise funktioniert es besonders gut bei Mädchen, die ein grundsätzliches Interesse an Sport haben, aber keine besondere Fußballaffinität aufweisen. Bei diesen hat es sich gezeigt, dass sie die sozialen und mentalen Lerninhalte einer Stunde viel früher verstehen als männliche Teilnehmer und sich in die Reflexionsrunden engagiert miteinbringen.

Da es nicht um sportliche Fähigkeiten, sondern um mentale, emotionale und soziale Fähigkeiten der Gruppe geht, spielt die fußballerische Leistungsfähigkeit des Einzelnen eine untergeordnete Rolle. Um die Attraktivität des Programms und somit auch die aktive Teilnahme der Jugendlichen nicht zu gefährden, sollte das Training jedoch sportlichen Anreiz ausstrahlen. Das Prinzip „fördern und fordern“ sollte sich immer in ausgewogenem Maße in einer Trainingseinheit wiederfinden.

Auf den ersten Blick unterscheidet sich ein Training aus dem Programm „Souverän Plus“ kaum von einer normalen Trainingseinheit, wie sie tagtäglich auf deutschen Fußballplätzen stattfindet. Der einzige wesentliche Unterschied besteht darin, dass die Lerninhalte nicht technischer oder taktischer, sondern sozialer und mentaler Natur sind. Im Idealfall lässt sich die Gruppe vollkommen auf das Training ein, hat Spaß und denkt überhaupt nicht darüber nach, um welchen sozialen oder mentalen Aspekt es geht. Wenn sich die Teilnehmer authentisch und intuitiv verhalten, erzielt das Programm „Souverän Plus“ die besten Resultate.

Es geht nicht um sportliche Fähigkeiten, sondern um mentale, emotionale und soziale Fähigkeiten in der Gruppe.

Fußball – das Tor in die Gesellschaft?

Doch wie kann ein solches Programm jungen Menschen zu mehr Partizipation und gesellschaftlicher Integration verhelfen? Wie eingangs bereits beschrieben, sind die maßgeblichen Hemmnisse einer gelungenen Integration Armut und Bildungsferne. Eine erfolgreiche Teilnahme am Programm „Souverän Plus“ macht zunächst niemanden weniger arm und verhilft auch nicht zu besseren Bildungs- oder Berufsabschlüssen. Nicht direkt zumindest. Doch was kann das Programm beziehungsweise der Sport, wenn er kompetenzfördernd eingesetzt wird, in der Zielgruppe bewirken?

Fest steht, dass ein Großteil derer, die bildungsfernen Schichten entstammen, nicht nur Defizite im Bereich der Fachkompetenzen haben, sondern vor allem im Bereich der Sozial- und Persönlichkeitskompetenzen. Lehrer und Ausbilder berichten immer wieder von Schülern, denen es an Lernkompetenz, Kritikfähigkeit und Durchhaltevermögen mangelt. Diese mangelhaften „Soft Skills“ führen häufig zum Scheitern in der Schule und der Ausbildung und sind somit der erste Schritt zum Verbleib in der bildungsfernen Schicht und zumeist auch in der Armut.

Der Sport kann jungen Menschen beim Erlernen von sozialen und mentalen Kompetenzen helfen und sie somit indirekt dabei unterstützen, aktives und mitgestaltendes Mitglied der Gesellschaft zu werden. Indirekt deshalb, weil die sozialen und mentalen Kompetenzen die jungen Menschen dazu befähigen, Bildung, Beruf und Arbeit als attraktives Lebensziel zu definieren, für das sie sich freiwillig anstrengen. Wenn Sportprogramme wie „Souverän Plus“ bereits im frühen Kindesalter damit beginnen, soziale und mentale Kompetenzen zu vermitteln, und dies nachhaltig getan wird, können wir damit rechnen, dass eine Vielzahl an Schul- und Ausbildungsabbrüchen vermieden werden kann. Damit wäre ein wichtiger Schritt in eine wirtschaftlich unabhängige Zukunft getan und gleichzeitig den jungen Menschen die Möglichkeit gegeben, sich vermehrt in das gesellschaftliche Leben einzubringen.

Dieser Annahme zugrunde liegt die sozialpsychologische Theorie des Psychologen Abraham Maslow. Sie besagt, dass Menschen sich erst dann mit sozialen Bedürfnissen oder der Selbstverwirklichung beschäftigen, wenn ihre physiologischen und wirtschaftlichen Sicherheitsbedürfnisse befriedigt sind. Wir können unsere sozial benachteiligten Jugendlichen also erst dann zu aktiven Mitgliedern dieser Gesellschaft machen, wenn wir ihnen eine attraktive Lebensperspektive in diesem Land schaffen. Soziale und mentale Kompetenzen spielen auf dem Weg dahin eine nicht zu vernachlässigende Rolle.